CD-Gewinnspiel: Der Freikauz haut mächtig einen raus
Wie soll man in Zeiten von Eurovisions-Wundern, Präsidenten-Ringelpiez und WM-Favoriten-Klatschen eigentlich noch die geneigten Leser vor das liebevoll dahinplätschernde Blog locken? Alle sind irgendwie voll auf Challenge, Casting und Competition. Keine Aktion ohne Gewinn, kein Wett ohne Kampf.
Nun gut! Können wir auch …
Hiermit startet Der Freikauz eine exklusive Bilderrätsel-Challenge und lobt als selbstlosen Hauptpreis eine fast neuwertige CD seiner Wahl aus.
Und hier auch gleich die Aufgabe für den neunmalklugen Ratefuchs:
Was ist auf dem folgenden Bild zu sehen?
Antwort A:
Das Bild zeigt eine Pyramide aus Eiswein-Gläsern, geleert und gestapelt von den drei Mitgliedern des nordrheinischen Literaturkreises “Os Backes”, während der Vorbereitungen zu der beliebten Lese-Reihe “Halbtrockene Literatur aus der Mosel-Region”. Das Foto wurde zu später Stunde in der örtlichen Mehrzweckhalle aus einer liegenden Position aufgenommen.
Antwort B:
Das Bild zeigt einen modernen Kronleuchter der 60er Jahre, aufgenommen zu den ausklingenden Gitarren-Riffs des Abitur-Balls einer berüchtigten Kieler Gesamtschule. Das büffet-stellende Hotel “Maritim” verfügt noch über weitere Gewölbe, mit bisher unerforschten Reliquien der frühen James-Bond-Ära.
Antwort C:
Das Bild zeigt einen recht unerfolgreichen Versuchsaufbau der Niederlande zur nachhaltigen Gewinnung von genmanipulierten Blumenvasen. Da alle Freiflächen bereits von Tulpen- und Tomatenfeldern belegt waren, beschloss man Holland kurzfristig zu überdachen und die Vasen mit einem stalaktiten Wirkstoff zu impfen. Doch dann kam die Fußballweltmeisterschaft und alle hatten plötzlich andere Sorgen.
Antwort D:
Ich weiß es einfach nicht!
Schau, schau – nicht ganz leicht dieses Rätsel. Da sind Weitblick und purer Leichtsinn gefragt. Aber es geht ja auch um einiges.
Die Antworten hinterlasst ihr am besten als Kommentar. Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet die Willkür.
Der Rechtsweg ist sowas von ausgeschlossen. Links vorbei könnte man es probieren, doch nur geradeaus geht’s wirklich zum Ziel.
Je nach Tageslaune könnte Der Freikauz eine besonders fantasievolle, freie, aber unrichtige Antwort mit einem zusätzlichen Kleinstgewinn belohnen.
Das Gewinnspiel endet am 15. August 2010.
Viel Glück!
Der Freikauz sieht Musik – Soulsavers
Verdammte Axt, fast hätte die Lena-Mania mich komplett weichgekocht. Statt eines morgendlichen “Moin”, begrüßte ich mein Spiegelbild schon mit den Worten “I even did my hair for you“. Und statt eines leicht angejazzten und komplexen Indietronic-Gassenhauers klebte mir ein sympathisch schwereloses “Satellite” 25 Stunden am Tag zwischen Klein- und Großhirnrinde.
Ein kleiner Urlaub musste her. Schwer, düster, bizarr, voll Moll. Here it comes:
aus dem Album IT’S NOT HOW FAR YOU FALL, IT’S THE WAY YOU LAND | V2 Records
Vermisst: Der 18-jährige Tim Irmer aus Dänischenhagen – Update
10. Juni 2010
Ein trauriges Update:
Wie die Polizeidirektion Kiel heute um 12:17 Uhr in einer Pressemitteilung (POL-KI: 100610.2) meldet, wurde Tim Irmer heute um 9:45 Uhr tot aus der Kieler Förde geborgen. Passanten hatten die Polizei darüber informiert, dass in der Nähe des Schwedenkais ein menschlicher Körper im Wasser treibt. Aufgrund persönlicher Dokumente konnten die Beamten die Identität feststellen.
Angaben zur Todesursache und zum Todeszeitpunkt können derzeit noch nicht gemacht werden. Genauere Ergebnisse werden nach der rechtsmedizinischen Untersuchung erwartet.
Seit der Nacht von Freitag auf Samstag, 21. auf 22. Mai 2010, ist Tim Irmer in Kiel spurlos verschwunden.
Hier eine Pressemeldung der Polizeidirektion Kiel:
26.05.2010 | 19:37 Uhr
Suche nach Tim Irmer geht weiter – die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe
(2. Folgemeldung von 100525.1 und 100527.2)
Kiel (ots) – Der seit dem Pfingstwochenende vermisste 18-jährige Tim Irmer ist trotz intensiver Ermittlungen und Suchmaßnahmen der Kriminalpolizei noch nicht gefunden worden. Die Polizei bittet die Bevölkerung noch mal um Mithilfe.
Die seit Sonntag getätigten Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes und die anschließenden Ermittlungen des zuständigen Kommissariats der Kripo Kiel, sowie die Absuche mit Personensuchhunden, bestätigten die Aussage des Busfahrers, dass der Vermisste in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 1.30 Uhr in der Innenstadt in den Bus der Linie 705 Richtung Heikendorf eingestiegen ist. Gegen 2 Uhr dürfte er dann an der Bushaltestelle Kitzeberg, in der Straße Teichtor, kurz vor Heikendorf wieder ausgestiegen sein. Die Personensuchhunde konnten am Dienstag in diesem Bereich eine entsprechende Fährte aufnehmen. Diese führte die Ermittler dann wieder in entgegen gesetzter Richtung auf die Bundesstraße 502 nach Kiel-Dietrichsdorf. Die Suche wurde am Mittwoch fortgesetzt und endete leider ohne ein weiterführendes Ergebnis. Die Ermittler des Kommissariats 11 entscheiden am Donnerstagmorgen über die nächsten Suchmaßnahmen und Ermittlungsschritte.
Die Polizei ist daher weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die Ermittler bitten insbesondere die Fahrgäste der Linie 705, die in der Nacht von Freitag auf Samstag zwischen 1.30 Uhr und 2 Uhr, den Bus in Richtung Heikendorf benutzt haben, sich bei der Polizei zu melden. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Auto- oder Taxifahrer im Bereich Kitzeberg oder auf der Bundesstraße 502 Tim Irmer gesehen haben könnten. Wer entsprechende Beobachtungen gemacht hat oder Insasse in dem Bus war, sollte sich mit der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0431/ 160 3333 in Verbindung setzen oder den Polizeiruf 110 wählen.
Jürgen Börner
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 – 2010 bis 2012
Fax +49 (0) 431 160 – 2019
Mobil +49 (0) 171 30 38 40 5
E-Mail: Pressestelle.Kiel.PD@polizei.landsh.de
Die Legende lebt
Zieh’ Dich warm an, Landstraße!
Schlappe 1.450 Euro Reparationszahlungen, eine niegelnagelneue TÜV-Plakette, die bestandene Gas-Prüfung, teilweise neue Bremsbeläge, Radlager und Antriebswellenmanschetten, sowie eine instand gesetzte Beleuchtungsanlage und Hupe rufen nach neuen Abenteuern im skandinavischen Outback.
Mach’ Dich locker, Zapfsäule! Wir werden Dich beobachten und Dir die günstigsten Tarife abringen. Immer.
2010 kann kommen!
Amsterdam – Radeln bis es gracht
In einem Anflug von Weltoffenheit besuchte Der Freikauz, samt seiner Liebsten, in der letzten Woche das herrlich verruchte Amsterdam und kam zu folgenden Einsichten:
• Amsterdam ist alt und neu und schön und verlebt.
• Die Stadt ist fest in der Hand von gefühlten 500 Millionen Holland-Fahrrädern, wobei diese statt einer gesitteten Torpedo-3-Gang-Schaltung, mit einem bewusstseinserweiternden Waghalsigkeits-Drive ausgestattet sind.
• Apropos “Bewusstsein”: Dieses kann man leicht verlieren, indem man seinen Nachmittags-Cappuccino in einem stadtüblichen Kaffeehaus zu sich nimmt. Muss irgendwie am Espresso liegen. Oder am beiliegenden Keks. Oder am … ach, ist ja auch egal. Voll egal. … Total egal. … Solang man sich wohl fühlt. …
• Die Grachten leiten nicht nur das Wasser durch die Stadt, sondern auch den orientierungslosen Touristen. Nebenbei kann man auf ihnen in der Regel nicht von einem Holland-Fahrrad überfahren werden.
• Das Anne-Frank-Haus in Amsterdam ist nicht nur eine bewegende historische Sehenswürdigkeit, sondern verfügt ebenfalls über einen extrem versierten und freundlichen Facility Manager. Dieser hat jederzeit spontan eine Flex auf Tasche, um die verkeilten Fahrradschlösser dusseliger Touristen funkensprühend zu trennen. Vielen Dank nochmal dafür!
• Amsterdam ist riesig. Es entstehen ständig neue Stadtteile, die dem Wasser abgerungen, mit wilder Architektur urbar und mit Holland-Fahrrädern zivilisiert werden.
• Neben den Kaffeehäusern, gibt es in Amsterdam fast so viele Restaurants, Bistros und Cafés wie Fahrräder. Und sogar richtig gute. Doch der Weg zu einem gut gefüllten Wamst führt nicht über die Speisekarte, sondern vielmehr über den Stadtplan.
• Amsterdam ist nicht nur nicht billig, sondern auch nicht ganz teuer. Hier ist der Euro noch 1,20 Euro wert.
• Neben Tulpen, Käse, Grachten, Hasch-Lollies, Lakritz und Fahrrädern wurde in Amsterdam wohl auch die gemeine Baustelle erfunden.
• Amsterdam ist eine, was sage ich, viele Reise wert.
Wir kommen wieder.
Voll Schaf! (Update)

Seit kurz vor Weihnachten trägt dieses Schaf regungslos immer dieselbe Mütze. Da drängen sich dem Freikauz unweigerlich Fragen auf:
- Haben Schafe generell kein Gefühl für modische Strömungen?
– Ist dies eventuell gar kein Schaf, sondern vielmehr ein Wolf in Schneehaube?
– Wieso schrieb der schlecht bewertete Internet-Schäfer etwas von “fressen tut dat nich viel
”?
– Vielleicht hat das kein Bock?
– Wird es jemals wieder Frühling?
Weiss man’s!
+++++++++++++++
Update vom 13. April 2010:
Es wird Frühling und Schaf hat wieder den Kopf frei für ganz andere Dinge.

Geständnis: Ich habe gewechselt
Ja, es ist wahr – ich habe gewechselt. Nicht die Weltanschauung, nicht den Schlüpfer und auch nicht die Gezeiten, nein, ich habe meinen Webhoster gewechselt. Nun ist es raus. Ich fühle mich befreit. Würde sogar behaupten, ich fühle mich beschleunigt.
Eigentlich ist das keine große Sache, doch mit allerhand Bangen und Hoffen verbunden. Ein technischer Umzug mit der Web-Präsenz von einem Hoster zum anderen, das lässt keinen kalt. Doch es hat geklappt und flutschte letztendlich reibungsloser als gedacht.
Umgezogen bin ich von STRATO zu ALL-INKL.COM und möchte mal behaupten, gefühlt lässt sich jetzt mit meiner Site mindestens dreimal so schnell arbeiten.
Das auf meinem alten Webspace aufgesetzte Wordpress-Blog-System stand so intensiv auf der Bremse, dass ich die Lust am Bloggen schon fast vor dem Start verlor. Anderen Blogs entnahm ich, dass es hier ähnliche Erfahrungen mit STRATO gab.
Also forschte ich ein wenig im Netz, landete bei ALL-INKL.COM, machte eine Probefahrt mit dem Test-Account und bin jetzt zufriedener Kunde.
Es sei noch erwähnt, dass ich abgesehen von der Blog-Performance mit STRATO durchaus zufrieden war. Der Preis ist heiß und der Service aufmerksam und fit. Und bei “normalen” Webseiten läuft’s auch recht rund.
Doch ich bereue nichts.
Einige Links zum Thema:
- Die Webhostlist mit Infos, Leistungsvergleich und Top 10 der Webhoster.
- Domain-Umzug mit Wordpress-Blog – Beitrag aus dem Wordpress-Buch von von Vladimir Simovic.
- Domain-Umzug mit Wordpress-Blog – Beitrag im Crazy Girls Tipps-Blog.
- Domain-Umzug per Wordpress-Plugin.
Der Freikauz sieht Musik – Manu Katché
Manu Katché – “Number One” aus dem Album PLAYGROUND / ECM
Mehr Manu Katché:
- “One Shot Not” – Die regelmäßige geniale Jam Session auf Arte.
By the way: Am Freitag, den 19. März erschien das neue Manu Katché-Album THIRD ROUND.
Kashmir – Ein nachwachsender Rohstoff aus Dänemark
Der Freikauz freut sich erheblich. Ein neues Album der dänischen Band KASHMIR ist erschienen und wenn man in den musikalischen Blätter- und Blog-Wald horcht, hört man ein wohlwollendes Rauschen. Zu Recht. Denn die Herren sind schon lang auf hohem Niveau unterwegs und haben sich eine umfassende internationale Beachtung lääääängst verdient.
Das sechste Album ist extrem hörenswert und erneut entwickeln die kreativen Dänen ihre ergreifende und intelligente Variante des Rock weiter auf Jetzt-Zeit.
Das Album sei auf jeden Fall empfohlen und wer sich sich ein wenig für KASHMIR-Historie interessiert, der findet im Folgenden einen kleinen verstaubten Freikauz-Abriss zu Ehren des 1999 erschienenen Kashmir-Album “The Good Life“.
+++++++
Aus den rockmusikalischen Weiten des dänischen Outbacks löst sich das Kopenhagener Trio Kashmir, um wieder einmal selbstbewusst grenzüberschreitende Akkorde hinaus in die Welt zu tragen.
In Dänemark haben die drei Vollblut-Musiker Kaspar Eistrup, Mads Tunebjerg und Asgar Techau so ziemlich alles erreicht, was in dem begrenzten Raum von nicht-schubladen-kompatibler Rock-Musik möglich ist. Ihre ersten beiden Alben “Travelogue” (1994) und “Cruzential” (1996) spielten national Gold ein, wurden jedoch vorerst international nicht veröffentlicht. 1999 erscheint “The Good Life”, das dritte Werk, und soll den Weg in die Internationalität ebnen, was diesem ambitionierten und wirklich gelungenen Album nicht schwer fallen wird.
1991 war es, als Sänger und Gitarrist Kasper, Bassist Mads und Drummer Asger feststellten, dass sie musikalisch auf einer Linie lagen, die von ihnen als “Heavy Blues” charakterisiert wurde und in der Gründung der Band “Nirvana”(!) ihren Höhepunkt fand. Mit dem plötzlichen Überschwappen des Grunge auf den europäischen Kontinent und dem Übernacht-Erfolg einer Band ähnlichen Namens, beschlossen die drei ihre musikalische Identität, samt Namen, zu korrigieren. Man entlieh sich den Namen Kashmir aus dem gleichnamigen Epos von Led Zeppelin, ohne deren musikalisches Schaffen zweitverwerten, geschweige denn imitieren zu wollen.
Es folgten unzählige Gigs durch die dänische Clublandschaft in deren Verlauf sich, neben einer stetig wachsenden Fangemeinde, ein eigener Stil, von der Band als “Groovecore” bezeichnet, entwickelte. Dies war eine Mischung aus Heavy Rock, Heavy Funk, Rap und Psychedelia. Aufgrund der spektakulären Live-Acts wurden auch gemächlich die dänischen Medien hellhörig. Dezember ‘93 betrat die Band zum ersten Mal ein Studio um, überschattet von einer großen Grippe-Epidemie unter der ganz Dänemark litt, ihr erstes Album “Travelogue” aufzunehmen. O-Ton Kasper: “… mag sein, dass irgendwo in unseren Songs ein Husten zu hören ist. Aber keine Angst – it’s only Rock ‘N’ Roll.”
Mittlerweile sind Kashmir in jeder größeren Konzerthalle Dänemarks zu Hause, sowie ein gefragter und fester Bestandteil der beiden größten dänischen Sommer-Festivals in Roskilde und Midtfyn. Im Laufe der Jahre und weiteren Alben haben Kashmir immer weiter an ihrer musikalischen Identität gefeilt und dabei höchsten Wert darauf gelegt, jegliche Vorhersehbarkeiten zu vermeiden. Dies gilt auch für das neue Album “The Good Life”. Die leichte Kost ist nicht ihr Ding, doch wer sich mit ihnen beschäftigt, wird akustisch großzügig belohnt.
Velkommen!
(Anmerkung: KASHMIR sind mittlerweile zu viert. Ende 1999 stieg Henrik Lindstrand als Keyboarder in die Band ein.)
Der Freikauz entdeckt ein Loch im Himmel
Es muss heute so gegen 15 Uhr gewesen sein, da konnte Der Freikauz Zeuge eines bisher ungeklärten Naturphänomens werden. Das gleichförmige Grau der gemauerten Wolkendecke änderte für einen kurzen Moment sein Unfarbe und begann sich aufzuhellen. Sekundenlang schien es, als wollte sich eine kleine atmosphärische Lichtquelle ihren Weg durch den wolkigen Betonblock bahnen. Ein vorwitziger Schein, der die Umgebung mit einer Art flüchtiger Farbe bestrich. … Zwei, drei Atemzüge – dann war es auch schon wieder vorbei.
Selbst der umgehend informierte Facility Manager des Kieler Planetarium zeigte sich ratlos und murmelte etwas von “Sonne oder so”. Kann aber nicht sein, das hatten wir in Kiel noch nie.
Ungeklärt und trotzdem schön.









